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Wie ist das, wenn man schwul ist?

Wie ist das, wenn man schwul ist?“

Ich sah meinen Freund erstaunt an.
„Wie meinst du das, Alter?“
„Ich meine das so…wenn du einen Jungen siehst, der dir entgegen kommt, dann denkst du sofort…so was wie ‚Hat der einen großen Schwanz?’ oder ‚Wie sieht der nackt aus?’ oder irgendeinen Scheiß’ in der Art?“

„Max, was würdest du denn fühlen, wenn diese Silvia mit den dicken Titten oder die blonde Julia in deinem Zimmer wären und sie wären…sagen wir mal …splitternackt?“
„Klar, Alter.

ich würde diese Schnallen so hart ficken, dass meine Eier total leer würden!“
„Genau! So ähnlich ist schwul sein. Der einzige Unterschied ist, dass du dasselbe bei Jungs fühlst. Ganz einfach. Sonst ist nichts dabei. “

Max lehnte sich zurück, zeigte mir seine flachen, sonnengebräunten Unterleib und Bauchmuskeln. Er war mein bester Freund. Ich hatte schon gelernt, ihn anzuschauen und nicht sofort eine Latte zu bekommen. Das hätte ihn sicher beunruhigt. Erst vor drei Wochen hatte ich den Mut, m ich meiner Familie und meinen Freunden zu outen.

Meine Eltern hatten es nicht gut aufgenommen und mich förmlich auf die Straße gesetzt. Einige meiner Freunde zogen sich auch zurück. Aber da war Max und seine Eltern. Ich lebte nun in einem überflüssigen Zimmer in ihrem großen Haus. Herr und Frau Janssen war es scheißegal, ob ich schwul war oder nicht, denn sie kannten mich schon als Dreijährigen. Für sie war ich immer noch derselbe Junge. Warum konnten meine Eltern das nicht genau so sehen.

Mein Vater weigerte sich sogar, den Janssens Kostgeld für mich zu bezahlen. Aber in der Schule ging es erst richtig los.

Die Hälfte meiner Freunde kannten mich nicht mehr. Und, ganz klar, im Schwimmteam zu sein und mit den anderen Jungs nackt zu duschen, das ging als schwuler Junge nicht mehr. Max hatte zu mir gehalten. Ihn kannte ich schon seit dem Kindergarten. Ich war siebzehn und natürlich voll überflüssigem Testosteron. Kein Lover war weit und breit in Sicht oder traute sich mir zu outen.

Mit einem bekannt schwulen Jungen konnte man nicht gut verkehren, ohne selbst in Verdacht zu geraten. Dabei sah ich als langjähriger Schwimmer nicht schlecht aus.

Die Mädchen fanden mich total sexy. Ich hatte kurz geschnittene braune Haare, die ich gern stehen ließ, den Oberkörper eines Schwimmers und bei Wichsen einen stahlharten, dünnen, aber überdurchschnittlich langen Schwanz in der Hand. Viele Girlies machten mit Avancen, als ich noch der coole, heterosexuelle Junge war und verstanden nicht, warum ich ablehnte.

„Adrian, wach’ auf, du Flasche“, rief Max und bespritzte mich mit Wasser aus dem Pool.
„Du Wichser!“ schrie ich, federte aus meinem Liegestuhl, nahm Max in meine starken Schwimmerarme und war ihn im hohen Bogen ins Wasser. Max schluckte Wasser, aber unter der Oberfläche hörte ich sein glucksendes Lachen.

„Warte bis heute Nacht“, drohte er mir, als er auftauchte. „Irgendwann musst du ja schlafen!“
Ich lächelte und seufzte.

Natürlich vermisste ich mein Zuhause, mein Zimmer und mein Bett, wo ich aufgewachsen war. Das Leben war unfair. Die Janssens behandelten mich wie ihren eigenen Sohn, aber das war nicht dasselbe.

„Sag’ mal, Adrian. Wen von den Jungs aus der Schule findest du heiß? Mit wem würdest du gerne Sex haben?“ fragte mich Max.
Wir saßen auf der Terrasse einer Burgerladens und genossen die abendliche Sonne bei einem Hamwürger. Ich stopfte einige Pommes in meinen Mund und würgte sie herunter, bevor ich antwortete.

„Spinnst du, Max?“ Warum zur Hölle willst du das wissen?“
„Ich bin neugierig, Adrian. Ich möchte deinen Typ kennen. Wer dir gefällt, dich spitz macht…“

Ich nahm einen Schluck Cola, bevor ich darüber nachdachte.
„Du, Max. Keine Ahnung. Aussehen ist nicht alles. Ich mag Jungs, die mich zum Lachen bringen können, denen ich vertrauen kann, und bei denen ich mich wohl fühle. Wenn …zum Beispiel… ich einen umarme, dann muss ich sein frisch gebügeltes Shirt riechen können, nicht sein Deo.

Wenn ich seine Schultern streichle, möchte ich, dass er männlich ist und auch so duftet. Wenn ich eine feminine Tunte haben wollte, hätte ich hetero bleiben können. Vielleicht so was wie der Torwart von 08. Der ist heiß, ein Macho, aber immer noch ein netter Junge. “

„Schaust du immer noch die Spiele dieser Pfeifen?“ schüttelte Max seinen Kopf.
„Ja, und jetzt weißt du, warum?“ grinste ich zurück und bewarf ihn mit einem Stück Salat.

Wir aßen schweigend weiter, bis Max mir die einzige Frage stellte, die ich niemals von meinem besten Freund erwartet hätte.

„Wie findest du denn mich?“
Etwas Cola kam in meine Nase, und ich musste spucken. dann versetzte ich ihm einen Faustschlag gegen die Schulter.
„Was für eine bescheuerte Frage ist das denn, du Arsch? Nur weil ich schwul bin ficke ich doch nicht mit jedem Jungen, der nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Himmel, Arsch und Zwirn! Du bist mein Freund. Ich mag dich, ich bin nicht geil auf dich. “

„Ich weiß, dass du nicht so ein Kerl bist. Also krieg dich wieder ein, okay? Ich wollte das nur wissen…wenn wir uns nicht schon jahrelang kennen würden…wenn ich ein Fremder wäre, nur ein normaler Junge, der dir entgegen kommt. Würdest du mich heiß finden?“
„Max…ja, Mann. Ja, okay, echt! Du bist heiß wie eine Herdplatte.

Ich würde dich ficken, bis dir der Schaum vor dem Mund steht. So. Nun habe ich es gesagt. Hast du noch eine Frage?“

„Neee, alles klar, Adrian. Ich habe die Antwort, die ich wollte“, sagte Max und biss in seinen doppelstöckigen Hamburger. Schweigend saßen wir zwei beste Freunde da und kauten, bis Max mich auf etwas aufmerksam machte.
„Schau nicht hin, aber Daniel ist da?“
„Dieser Krause? Shit!“
„Ja, Alter. Sollen wir die Plätze tauschen?“
„Nein, verdammt.

Wenn der Wichser Ärger haben will, dann soll er kommen. “

Keine Minuten später latschte Daniel an unserem Tisch vorbei, an der Hand die vollbusige und etwas dümmlich blockende Larissa. Kaum hatten sie sich hingesetzt, hatte Daniel seine Zunge provozierend tief in ihren Hals gesteckt. Ich war fest entschlossen, mich nicht über diese kindische Show aufzuregen.
„He, Adrian! Möchtest du ein paar Tipps haben, wie ein richtiger Mann sein Mädchen küsst?“ gellte Daniels Stimme über die Terrasse.

Ganz sicher hatten alle Jungs und Mädchen ihn gehört.
„Wenn du ein richtiger Mann wärst, dann wäre ich vielleicht interessiert“, rief ich zurück. Max neben mir verschluckte sich an seiner Cola, so musste er lachen. Daniel stand drohend auf und näherte sich uns.

„Was hast du zu mir gesagt, du Scheiß Schwuchtel?“
Er packte mein Hemd, zog mich nach oben, bis wir uns Auge in Auge anstarrten.
„Du hast mich doch gehört, was bist du: taub oder blöde?“ sagte ich und riss Daniels Hände von mir.

„Nun krieg’ dich wieder ein, Daniel, Adrian hat dir nichts getan. Komm’, sei cool…“
„Scheiße, Max! Dieser Wichser ist ein Homo seit seiner Geburt! Er ist wahrscheinlich vom Schwimmtraining nach Hause gegangen und hat sich auf unsere Körper und Schwänze einen runter geholt. Hat er uns nicht vorgespielt, dass er hetero ist? Wie kannst du Arsch ihn immer noch verteidigen oder sogar mit einer Schwuchtel befreundet sein?

Max schoss aus seinem Stuhl, packte Daniel am Hemd und gab ihm einen heftigen Stoß.

So heftig, dass Daniel auf dem falschen Fuß erwischt auf den kalten Steinboden fiel. Gewöhnlich war Max nicht so zupackend. Im Gegenteil, er war es, der immer cool blieb. Gerade diese verlässliche Ruhe schätzte ich an ihm.
„Nun geh’ wieder zu deiner Schnalle und lass’ uns verdammt nochmal in Ruhe. “
„Schon gut, Alter“, grummelte Daniel und zog den Schwanz ein. „Als ob ich Wert darauf lege, mit diesem Schwulenarsch gesehen zu werden.

Während Daniel zu seiner Freundin ging, legte mir Max beruhigend seine Hand auf die Schulter.
„Ärgere dich nicht über ihn. Er ist ein Arschloch…Adrian, du weinst ja!“
„Das träumst du. Ich weine nicht. Eine von diesen beschissenen Zwiebeln ist mir in die Augen gestiegen. “
Das war eine Ausrede, und Max kannte mich zu gut.
„Ach, vielleicht glaubt das irgendein Depp, aber nicht dein bester Freund“, höhnte Max, griff nach der Ketchup-Flasche und schmierte mir etwas von dem roten Zeug in die Haare.

„Du Scheißkerl“, maulte ich, als mir klar wurde, was Max getan hatte. Trotzdem verzog sich mein Mund zu einem Lächeln. Max schlang den Rest seines Burgers herunter, schüttete sich Cola in den Hals, während ich versuchte, meine Haare mit einer Serviette in Ordnung zu bringen. Dann gingen wir.

„Weißt du, was mir am meisten weh tut, Max?“ fragte ich ihn auf dem Weg nach Hause.
„Was, Alter?“
„Daniel war jahrelang einer meiner besten Freunde.


„Wenn du gewusst hast, was dir blüht, warum zum Teufel hast du ihnen gesagt, dass du schwul bist? Das kann ich nicht verstehen. Du wusstest, wie die Jungs auf dein Coming Out reagieren würden. “

„Max…das würdest du nicht verstehen. Klar habe ich es mit Mädchen probiert. Aber dabei habe ich immer gedacht: Das ist nicht das, was du willst, Junge, nicht das, was du brauchst! Wenn ich hetero sein könnte und Mädchen gern hätte, dann wäre ich das natürlich.

Glaubst du, ich möchte bei fremden Leuten wohnen? Oder in der Schule wie Abschaum behandelt werden? Glaubst du, dass ich das wollte, wenn ich die Wahl hätte?“

„Okay, Adrian. Ich denke, ich habe dich verstanden. Sollen wir uns noch einen Film anschauen, bevor wir ins Bett gehen? Ich habe da einen, den findest du sicher interessant. “
„Warum nicht den Film im Bett anschauen?“ schlug ich vor.
„Gute Idee. Ich habe schon immer gewusst, dass du heiß auf mich bist“, griente Max.

„Träum’ weiter, du Widerling!“ trotzte ich.

Eine Viertelstunde später waren wir mit Popcorn, Chips und zwei Flaschen Cola auf dem Weg in das Zimmer von Max. Dort zog er sich einen USB-Stick aus der Hosentasche und steckte ihn in seinen doch recht großen Flatscreen-Fernseher.
„Adrian, schieb deinen verknöcherten Arsch ins Bett, während ich das Ding hier anschalte. “
„Max“, scherzte ich. „Wenn du meinen sexy Body haben willst, brauchst du es doch nur zu sagen.


„Klar, fuck you, Adrian. “

Max startete den Film und stieg neben mir ins Bett, während ich schon eine Handvoll Chips kaute.
„Was ist das für ein Film?“ fragte ich. „Sieht ein wenig merkwürdig aus…“
„Er heißt Noordzee Texas. Hab ich Online gekauft. Und jetzt halt den Mund und schau hin. “
„Kommen da Girls mit dicken Titten vor?“
„Hältst du jetzt den Mund?“

Als Jungs vom Niederrhein verstanden wir das Flämisch des Films sehr gut, und gemeinsam mit den Untertiteln wurde uns endgültig alles klar.

Als der Film etwa eine halbe Stunde gelaufen war, übernachtete der junge Pim mit seinem Freund am Abend seines Geburtstags in einem Zelt in den Dünen. Die folgenden Minuten machten mir endgültig klar. Das war ein Film über zwei schwule Jungen beim ersten Mal.
Beide betrachten wir die nächsten Szenen schweigend, aber ganz kurz vor Ende hielt ich es nicht mehr aus, griff nach der Fernbedienung und drückte auf Pause.

Tödliches Schweigen zwischen uns.

Ich war der Erste, der etwas sagen musste.
„Warum, Max?“
„Warum fragst du, Adrian?“
„Das weißt du verdammt gut, Alter!“
„Ich wollte irgendwie selbst mal sehen, wie es ist…“

Ich sah Max an, ob er durchgeknallt wäre. Mein Freund war ein wenigrot geworden.
„Du hast einen schwulen Film besorgt, um zu sehen, wie es ist? Willst du mich jetzt verarschen? Aber echt jetzt, Max!“

Ein Ruck ging durch seinen Körper.

Er nahm mir die Fernbedienung aus der Hand und startete die letzte Szene des Films, wo sich beide Jungen nach längerer Zeit wiedersahen, sich in die Arme fielen und küssten. ‚Bleib!’, waren die letzten Worte im Film.

Max nahm die Fernbedienung, stellte den Nachspann ab und warf sie vom Bett. Er nahm mich an den Schultern und sah mir tief in die Augen.
„Ja, Scheiße, ja!“ Wer hat mich jeden Tag besucht, als ich das Bein gebrochen hatte? Wer hat mich aus dem Wasser gezogen, als ich diesen Krampf im Bein hatte? Wer war auf allen meinen Geburtstags-Parties? Wer hat zu mir gehalten, als ich das zweite Schuljahr wiederholen musste? Und ich trage immer noch dein Armband mit der Aufschrift ‚Freunde für’s Leben’.

Ich fühlte, wie meine Augen feucht wurden und legte Max meine Hand auf die Schulter. Aber der war nicht zu bremsen.
„Wer war immer da, wenn ich ihn brauchte? Und jetzt muss ich dir sagen, dass ich verdammt gut weiß, was du durchmachst. “
„Max…“
„Nein, sag’ jetzt nichts, Adrian. Ich wollte wissen, warum du dich geoutet hast. Ich würde dir so gern helfen, aber verdammt, ich weiß nicht, wie. “

Tränen liefen sein Gesicht herunter, während wir uns in den Armen lagen.

Max weinte, schien meine liebkosenden Hände in seinen Haaren nicht zu bemerken.
„Wie fandest du den Film, Adrian?“ fragte er, nachdem wer sich ein wenig beruhigt hatte.
„Wenn du ihn schön fandest…“, zögerte ich ihm die Wahrheit zu sagen.
„Nun gib’s schon zu, die beiden haben dich angetörnt, wie sie sich die Zungen in den Mund gesteckt haben“, neckte Max.
„Okay, du Scheißkerl. Und das hast du nur für mich getan?“ flüsterte ich und starrte an die Decke.

„Ich hätte dir nicht helfen können, wenn ich das nicht verstanden hätte. Es ist ganz einfach, jemanden schwul, homo oder sonstwas zu nennen. Diese Arschlöcher denken nicht daran, dass man nicht die Wahl hat, ob man schwul oder hetero ist. Ich kenne dich eine halbe Ewigkeit, Adrian. Wenn du die Wahl gehabt hättest…. “

„Ich liebe dich, Max. Du bist immer mein bester Freund gewesen. “
„Ich liebe dich auch. Sollen wir uns jetzt küssen, wie die da im Film?“
„Max, verarsch’ mich jetzt nicht, bitte…“
„Es ist mir ernst.


Ich starrte meinem Freund in die Augen.
„Max, das ist jetzt kein Spaß mehr!“
„Adrian, ich will jetzt wirklich wissen, wie es sich anfühlt, einen Jungen zu küssen. Sollen wir?“
„Hast du dir Wodka in die Cola geschüttet?“
„Nun küss’ mich schon, Adrian. “

Ich beugte mich zu Max und küsste sein Stirn. Danach wollte ich mich umdrehen, um zu schlafen, aber in dem Moment, wo meine Lippen seine Haut berührten, packte Max mich und zog mich auf sich.

„Küss’ mich, habe ich gesagt. “
Seine zarten Finger streichelten meine Wangen.
„Max, du bist nicht schwul…“
„Ich will das jetzt. Bitte sag’ nicht ‚nein’. “
„Wenn ich es tue, gibst du dann Ruhe?“

Max fiel in meine Arme. Ich legte meine Lippen zärtlich auf seine. Max gab mir den Kuss zurück. Dann steckte mir mein bester Freund seine Zunge in den Mund, küsste mich, wie ich schon mein Leben lang geküsste werden wollte.

Dabei zog er mich etwas nach oben, so dass er seine Genitalien gegen meine pressen konnte. Beide fühlten wir die Wärme und Härte unserer Schwänze, die sich aneinander rieben. Endlos küssten wir uns mit sich steigernder Leidenschaft und Erregung.

Fast zwanghaft endete der Kuss. Nun kreisten unsere erhitzten Körpermitten aufeinander, unsere total steifen Schwänze pressten sich in die Schenkel des anderen. Ich stöhnte laut auf, als Max’ Hand in meine Boxershorts drang, meinen Penis packte und ihn kräftig wichste.

Schnell fand auch meine Hand sein bereits feuchtes, blutwarmes Glied.

Beide stöhnten wir laut auf, als wir fast gleichzeitig unseren Samen von uns spritzten. Wir kamen in unseren Boxershorts und benetzten die Hand des Freundes. Danach schmiegten wir uns aneinander, als ob wir Sorge hätten, der andere könnte verschwinden. Wir lagen uns in den Armen. Ich küsste Max’ Hals und legte dann meinen Kopf auf seine Brust. Beide hatten wir keine Worte für das, was mit uns geschehen war.

Einige Minuten vergingen, bevor Max endlich das Schweigen brach.
„Ich liebe dich so, Adrian. Mir bricht das Herz, dass man dich so behandelt…“
Ich hörte, wie er schon wieder weinte und hielt ihn fest.
„Ich will nicht schwul sein, Adrian. Verdammt, ich will nicht…“

Ich starrte ihm in die Augen und sah endlich die Wahrheit in ihnen. Nun machte alles Sinn. Während ich die Stärke für ein Coming Out hatte, hatte Max die ganze Zeit mit einem inneren Geheimnis gelebt.

„Seit wann weißt du es, Max?“
„Schon im siebten Schuljahr…ich habe es einfach gewusst. Ich wollte dich und wusste nicht, wie ich es dir sagen sollte. Dann brach jetzt die Hölle los. Da konnte ich garnicht mehr…“

„Ich bin froh, dass du es mir gesagt hast, Max. Scheißegal, was irgendjemand über uns tratscht. Du bist mein bester Freund , das steht fest. Sehen wir, wohin das uns führt, okay?“
Endlich hörte Max auf zu zittern und nahm meine Hand.

Er führte sie an seine Lippen und küsste sie. Erschöpft, aber glücklich schliefen wir in den Armen des anderen ein.

Morgen würde ein total neuer Tag sein, so viel war sicher.


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